Freitag, 13. November 2015

Auf in das alte Ägypten, meint Karen Grace Holmsgaard. :)

Hallo Blogfans!

Von Brigitte Riebe habe ich schon einige historische Romane gelesen und rezensiert.
Diesmal habe ich mir einen Roman vorgenommen, der nicht in Europa spielt, sondern in Ägypten zur Zeit der Pharaonen.

"Der Kuss des Anubis" heißt dieses Werk.
Eigentlich als Jugendbuch gedacht, aber durchaus auch etwas für die Leserschaft, die dem Jugendalter schon entwachsen ist.

Im zehnten und letzten Regierungsjahr von Pharao Tutanchamun …

Die 15-jährige Miu, Tochter eines einflussreichen Balsamierers, glaubt ihren Ohren nicht zu trauen: Was sie da zufällig in einer Gaststätte belauscht, klingt wie ein Mordplan am Pharao, am goldenen Prinzen Tutanchamun! Doch weder weiß sie, wann die ungeheure Tat geschehen soll, noch wer dahinter steckt. Niemand will Miu glauben, und nur mit List gelingt es ihr, bei Hofe vorgelassen zu werden. Die Begegnung mit dem jungen Pharao verwirrt Miu nur noch mehr, denn beide empfinden spontan Gefühle füreinander. Darf man sich in einen Pharao verlieben?

Als Jugendroman gedacht schaffte es dieser Roman auch mich in seinen Bann zu ziehen, obwohl ich dem Jugendalter entwachsen bin. Und so begab ich mich in das Alte Ägypten, begierig noch mehr über diese Zeit zu erfahren.
Und wieder einmal konnte ich wunderbar abtauchen. Die grelle Wüstensonne und den Sand der Wüste konnte ich spüren, das Buch kaum aus der Hand legen.
So hätte es am Hofe Tutanchamuns wirklich sein können.
Viele Rituale dieser Zeit werden sehr gut beschrieben, gleichzeitig aber auch der Familienalltag einer ägyptischen Familie aus dem Volk dargestellt. Ganz super!
Wer jetzt kein Fan der Historie wird ist selbst schuld.
Leider steckt die Familie von Miu tiefer in dem Mordkomplott, als es Miu lieb ist.
Beim Vater von Miu stimmt etwas nicht...
Kann ihr ihre Großmutter vielleicht helfen?
Schon spannend, wie das Leben am Hofe des Pharaos so läuft.
Und Katzen spielen bei dieser Autorin natürlich häufig eine große Rolle, was mir sehr gefällt.
Darf ein junges Mädchen sich in den Pharao verlieben? Und darf ein Pharao an ein einfaches Mädchen aus dem Volk denken?
Und Mius Vater soll doch in der Stadt sein? Die Handlung gewinnt an Spannung und natürlich dürfen auch Kobras in Ägypten nicht fehlen...
Auch dem Totenkult wird viel Beachtung geschenkt. Hier kann der Leser (und nicht nur der jugendliche Leser) noch etwas lernen, eine Tatsache die mich sehr anspricht.
Warum ist man über die Nachricht einer Schwangerschaft so entsetzt???
Und woran starb die Mutter von Miu? Warum ist Iset nicht glücklich?
Und es bleibt natürlich spannend am Hofe des Pharaos. Zum Glück hat er zuverlässiges und gehorsames Gefolge, aber mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.
Ein geheimnisvoller Brief wird ebenfalls noch eine Rolle spielen.
Und schließlich kommt die ganz große Überraschung, aber mehr verrate ich auch hier nicht.
Und Pferderennen, die sind auch nicht ganz ohne...
Wie auch immer, diesen Roman aus dem Alten Ägypten kann ich sehr empfehlen und ich bin beim Lesen nicht zur Mumie geworden.



Gruß Karen

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