Dienstag, 12. Mai 2015

Das machen wir doch mit links, meint Karen Grace Holmsgaard. ;)

Hallo liebe Leser meines Blogs!

Mein Vater ist Linkshänder. Er macht alles mit der linken Hand, außer Schreiben.
Das liegt daran, dass er in dieser Hinsicht umerzogen wurde.
Ich selber halte von dieser Art der Umerziehung nichts und das wird wohl heute auch nicht mehr gemacht.
Aber warum gibt es mehr Rechts- als Linkshänder?
Ich habe mich da mal schlau gemacht und bin fündig geworden.

Homo sapiens hat seit jeher eine Präferenz für die rechte Hand. „Selbst Vormenschen vor 2 bis 2,5 Millionen Jahren waren vorwiegend Rechtshänder“, sagt Onur Güntürkün, Leiter des Instituts für Kognitive Neurowissenschaft der Universität Bochum.

Anhand von Steinsplittern haben Forscher nachweisen können, dass schon bei der Herstellung der ersten bekannten Steinwerkzeuge Rechtshänder in der Mehrheit waren. „Man sieht das auch sehr schön an Höhlenmalereien, etwa in Kimberley in Australien.“ Demnach wurden vor 40 000 Jahren 85 bis 90 Prozent der Feinmanipulationen mit rechts ausgeführt.

Die Rechtshänderquote ist seither ziemlich stabil. Allerdings waren westliche Gesellschaften gegenüber Linkshändern zeitweise ausgesprochen intolerant. Diese wurden meist umgeschult, Linkshändigkeit galt als Zeichen von Schwäche. „In den letzten 80 Jahren hat sich der Prozentsatz der Linkshänder jedoch wieder von drei auf etwa 15 Prozent erhöht“, sagt der Psychologe.

Die drastische Präferenz für die rechte Hand hängt mit der Arbeitsteilung der beiden Gehirnhälften zusammen. So wird die rechte Hand von unserer linken Hirnhälfte gesteuert, die vor allem für das analytische Denken zuständig ist. Dieses Zusammenspiel könnte gerade bei Aufgaben vorteilhaft sein, die eine hohe Präzision erfordern.



Gruß Karen

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