Mittwoch, 9. April 2014

Jean Paul Belmondo

Hallo Bloggergemeinde!

Wer den coolsten Tod der Kinogeschichte gestorben ist, der ist eigentlich unsterblich. In „Außer Atem“, Godards Film-Noir-Huldigung aus dem Jahr 1960, taumelt Jean-Paul Belmondo dem Untergang entgegen. Er spielt einen Polizistenmörder, der von der Freundin verraten wird. Mit einer Kugel im Rücken wankt er davon, verfolgt von der Kamera. Im Gegenschnitt: Jean Seberg, die amerikanische Freundin, die ihn denunziert hat, aber jetzt immer noch buchstäblich hinter ihm herläuft. Belmondo bricht auf einer Kreuzung zusammen. Passanten bleiben stehen. Die Autos auf dem Pariser Boulevard fahren ungerührt weiter. Seberg heult. Belmondo nimmt noch einmal einen tiefen Zug aus der Zigarette, macht einen Kussmund, zeigt sein berühmtes Haifischgrinsen und spricht seine letzten Worte: „Du bist wirklich zum Kotzen.

“ Dann der Abspann: „FIN“.

Dieses Ende war für Belmondo ein Anfang. Der Sohn eines Bildhauers und einer Tänzerin, geboren am 9. April 1933 im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine, hatte zu diesem Zeitpunkt zwar schon auf Theaterbühnen gestanden und ein paar Filme gedreht. Aber der Regisseur René Clair, damals ein Gott des französischen Kinos, attestierte ihm, dass er „ein problematisches Äußeres“ habe. Als klassischer Held kam Belmondo mit seiner Visage nicht infrage. „Außer Atem“, der auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie dekoriert wurde, machte ihn trotzdem zum Star.


In diesem Sinne: Happy Birthday Jean-Paul Belmondo!!!
Bleibe uns noch lange erhalten.




Gruß Karen

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